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 | KAKTUS 1976-79 |
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1976 Neuanfang mit Mundart und Bombe-Hits
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Totgesagte leben bekanntlich länger...! Drummer DUCO AESCHBACH wollte nach dem Split eigentlich eine Weile ausspannen und im Probelokal nur schnell seine verstaubten Cymbals polieren aber KAKTUS-Gitarrenroadie CROWN KOCHER hatte sich in den vergangenen Monaten klammheimlich bei Thomi Kiefer in das Evangelium des Rock 'n Blues-Gitarrenspiels einweisen lassen und überraschte Duco mit 2-3 sauber gedrückten Gitarrenakkorden! Duco entschloss sich - um in Form zu bleiben - mit Crown einmal wöchentlich etwas zu jammen! Dies war ein kurzer aber folgenschwerer Moment für die zwei, denn dies war der Anfang der "zweiten" KAKTUS-Formation, welche überregional für Furore sorgte!
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Neuer Sänger und Keyboarder
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Denn schon nach kurzer Zeit stiess MARK BRöNNIMANN am Bass dazu und weil er so schön singen konnte, durfte er auch sogleich den Part des Sängers übernehmen. Keyboarder FREDY LYSSER suchte eigentlich nur einen Platz für seine FARFISA-Orgel und beim Funktionstest nach dem Transport steckten sie spontan ihre Gitarre und den Bass ein, Duco setzte sich ans Schlagzeug und: KAKTUS 1976 waren geboren. Denn das Zusammenspiel mit Fredy liess sich von Anfang gut an und die Mannschaft beschloss, etwas zusammenzubleiben. Es gab damals eine Band namens Rumpelstilz, welche die Schweizer Musikszene revolutionierte. Sie schaffte es nämlich als erste Band, den Schweizer Dialekt salonfähig zu machen. Mundart-Rock war plötzlich angesagt, Schwizerliedli waren der absolute Hammer! KAKTUS hatten verstanden....
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1976 endlich die erste KAKTUS-Single
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Als KAKTUS an einer Probe - welche zwecks Eindämmung des Lampenfiebers immer vor Zuschauern abgehalten wurde - mal spasseshalber einen ihrer Songs mit deutschschweizer Texten sangen, flippten die Leute am Keller völlig aus und für die nächste angesagte Probe trafen schon über 30 Fans, welche die neuen KAKTUS hören wollten. In der Folge schrieben die cleveren Jungs ihr gesamtes Repertoire auf Mundart um und ein weiterer Meilenstein in der Geschichte dieser Band war gelegt.
Noch im gleichen Jahr nahmen KAKTUS im Berner SINUS-Studio ihre erste Single auf. Die Auswahl der Songs traf die Band nicht selber, sondern liess ihre Fans in einer anonymen Abstimmung entscheiden, welche zwei Titel auf die Single kommen sollten. Aufgrund des zahlreichen jungen Publikums fiel die Wahl auf den "Milchmaa" und das "Bünzlischwizerhuus". Wer weiss, welcher Teufel die Band geritten hatte, einen 7/4-Takt auf Platte zu brennen, aber die rockigen Riffs und gängigen Refrains gefielen den Fans.
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1977 die zweite Single - ein "Bombe-Hit"
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Den Höhepunkt ihrer Karriere erreichten KAKTUS aber ein Jahr später mit ihrem Chart-Stürmer "BOMBE MULTI SPITZE SUPER IRRE WAHNSINNS-HIT" welchem der Einzug in die Spitze der Schweizer Hitparade eigentlich nur durch den Tod von Elvis versperrt blieb, der die ersten vier Plätze der Charts belegte...! Der nationale Durchbruch war aber geschafft. KAKTUS waren an vielen namhaften Festivals vertreten und die Radiopräsenz war enorm.
KAKTUS waren Dauergast in den Wunschkonzerten und der Titel wird heute noch oft bei den Oldies gespielt. Es folgten diverse TV-Shows, u.a. LIVE in TV DRS1 auf dem Bärenplatz in Bern, Radio-Interviews, Autogrammstunden, Pressekonferenzen.... YEAH! Der KAKTUS stach erstmals so richtig zu! Der "Bombe-Hit"- Nachfolger war auch schon da, nämlich ein Pop-Reggae mit dem Titel "Stützlisex", welcher das aktuelle Zeitgeschehen aufs Korn nahm.
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Die 3. Single - und der grosse Fehler...!
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Leider rechnete niemand mit der Unentschlossenheit der Plattenfirma, welche den Song wegen des damals "zu heissen" Themas so lange verzögerte, bis der damalige Skandal um die Zürcher Spannerkabinen verraucht und Stützlisex-Godi pleite war und sich niemand mehr einen Deut darum scherte. Frustriert trennten sich KAKTUS 1979 von ihrer alten Plattenfirma und unterschrieben bei EMI einen Vertrag für eine Single - in englischer Sprache...
Der ultimative Todesstoss..! Dies nicht etwa, weil der Song Bullshit wäre! Sänger DANIEL DEBRIT, der in der Zwischenzeit zur Band gestossen war, sang den Titel "Drink & sing about" sicher ganz toll, aber dass die Band ihren Mundart-Fans Songs mit englischen Texten vorgesetzt hatten, konnte niemand begreifen. Die Plattenverkäufe und Besucherzahlen an den Gigs schwanden dahin wie Eis an der Sonne. Es kam wie es kommen musste: Crash, Boom, Bang...!! ...und wieder war eine KAKTUS-Formation Geschichte...!
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KAKTUS Live Open-Air Zuchwil 1979
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